Product Carbon Footprints - Erste Ergebniskonferenz in Berlin

Ende Januar fuhr ich zu einem öffentlichen Symposium in Berlin bei dem erste Empfehlungen und Ergebnisse zu Methodik und Kommunikation von so genannten CO2 Fußabdrücken vorgestellt und kritisch diskutiert wurden. Von der ISOS finanziert, hatte ich somit die Möglichkeit mich über ein sehr interessantes, wenn auch kontroverses Thema zu informieren.

Das Product Carbon Footprint (PCF) Pilotprojekt in Deutschland ist ein gemeinsames Projekt unter der Trägerschaft von WWF, Öko-Institut, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und THEMA1. Für 15 ausgewählte Produkte und Dienstleistungen wurden die CO2 Emissionen über die gesamte Wertschöpfungskette bilanziert und so genannte CO2 Fußabdrücke berechnet. Die beteiligten Projektpartner (BASF, FRoSTA, Henkel, dm-drogerie markt, DSM, REWE Group, Tschibo, Tetra Pak, T-Home, Unternehmensgruppe Tengelmann) haben innerhalb von einzelnen Fallstudien verschiedene Produkte und Dienstleistungen untersucht und bilanziert, darunter beispielsweise ein Tiefkühlgericht, Waschmittel, Kaffee, Erdbeeren und ein Telefon-/ DSL-Paket der Festnetzpartner der Deutschen Telekom.

Das Symposium lieferte mir einen sehr guten Überblick über das Projekt, die beteiligten Projektpartner, deren Motivation für das Konzept und letztendlich die Reaktionen der anwesenden Besucher und der Presse. Mein Eindruck insgesamt war diesbezüglich sehr positiv. Ich denke, dass das Konzept "gut ankam" und man darf wirklich sehr gespannt sein auf die weitere Entwicklung in dieser Richtung.

Ich bin absolut davon überzeugt, dass es wichtig ist, Menschen grundsätzlich für klimarelevante Themen zu sensibilisieren und zu mobilisieren.

Warum sollten wir als Forschungsinstitute nicht auch in Richtung des Konzeptes des PCF denken und letztendlich handeln? Warum nicht also unseren eigenen Arbeitsplatz einmal unter die Lupe nehmen und eine Art CO2 Bilanzierung eines Büros, einer Abteilung oder sogar eines kompletten Unigebäudes durchführen.

Abschließend möchte ich mich zunächst bei der ISOS für die Unterstützung meiner Teilnahme an diesem Symposium bedanken. Ausführliche Informationen zu diesen Fallstudien und über das Pilotprojekt sind zugänglich unter www.pcf-project.de.

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