Den Ozean verstehen heißt die Zukunft gestalten

Die Zukunft unserer Gesellschaft hängt von der Entwicklung der Weltmeere ab - sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des Klimas, bergen Gefahren, bieten gleichzeitig aber auch neue Ressourcen. Die Ozeane bedecken mehr als zwei Drittel unseres Planeten, sind bis heute aber weniger erforscht als die Oberfläche des Mondes.

Ändern will dies der Kieler Exzellenzcluster "Ozean der Zukunft" mit einem in Deutschland einmaligen Forschungsansatz: Meeres-, Geo- und Wirtschaftswissenschaftler sowie Mediziner, Mathematiker, Juristen und Gesellschaftswissenschaftler bündeln ihre Expertise und untersuchen gemeinsam den Ozean- und Klimawandel. Der Exzellenzcluster bezieht damit Disziplinen ein, die bisher nicht in der Meeresforschung aktiv waren, mit dem Ziel, die Chancen und Risiken gemeinsam zu bewerten und ein weltweit nachhaltiges Management der Ozeane und mariner Ressourcen zu entwickeln.

Die Experten im Exzellenzcluster "Ozean der Zukunft" haben 13 zukunftsweisende Themen identifiziert - wie beispielsweise die Marine Medizin, die Folgen der Ozeanversauerung, die nachhaltige Fischerei, das internationale Seerecht, den Küstenschutz sowie die Potenziale und Gefahren einer CO2-Einlagerung am Meeresboden - und zu jedem dieser Themen neue interdisziplinäre Forschergruppen eingerichtet.

Meeresforschung hat eine lange Tradition an der Ostsee und genießt bundesweit wie international hohes Ansehen. Insgesamt haben sich 250 Wissenschaftler aus 26 Instituten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), des GEOMAR | Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) und der Muthesius Kunsthochschule zusammen geschlossen und werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit rund 5 Millionen Euro bis Oktober 2012 gefördert.

Der Flyer des Exzellenzclusters "Ozean der Zukunft" kann hier als pdf heruntergeladen werden.

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