Ressourcenentstehung am Meeresboden

Der Meeresboden birgt, neben Öl- und Gasvorkommen, zwei weitere marine Rohstoffe, die derzeit das Interesse der Politik und Wirtschaft geweckt haben: marine Gashydrate und Erze. Die Bildung dieser "Bodenschätze" ist das Ergebnis der Bewegung von Meerwasser durch die ozeanische Kruste und deren Wechselwirkung mit den magmatischen und sedimentären Gesteinen.

Druck- und Temperaturgefälle und die Beschaffenheit des Bodens sind nicht nur an Land sondern auch unter Wasser die Ursache für Wasserbewegungen. Im Ozean werden diese Bedingungen an den Kontinentalrändern erfüllt. In diesen tektonisch aktiven Gebieten stoßen Kontinentalschelf und ozeanische Platte aufeinander. Der "Erdmotor", der diese tektonischen Platten bewegt, ist wassergekühlt — Ozeanwasser dringt in den Boden ein, reichert sich mit Mineralien der Gesteine an, wird zu einer Lösung und tritt an einer anderen Stelle wieder aus. Aufgrund von geochemischen und physikalischen (Druck und Temperatur) Änderungen auf dem Weg zur Oberfläche werden die Mineralien wieder ausgespült und lagern sich nahe des Meeresbodens an.

Erze sind durch hohe Kupfer- und Zinkgehalte gekennzeichnet und können darüber hinaus auch hohe Gold-, Silber- und andere Spurenmetallgehalte aufweisen, die sie als Rohstoffe interessant machen. Gashydrate hingegen gelten als eine mögliche wichtige Energiequelle für die Zukunft.


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