Das vom Menschen im 21. Jahrhundert hauptsächlich durch Verbrennung fossiler Energieträger freigesetzte Kohlendioxid (sog. anthropogenes CO2) wird auch noch in 10.000 Jahren in dem Atmosphäre-Ozean-System messbar sein.
Die dadurch verursachte globale Erwärmung wird dementsprechend bis in die ferne Zukunft andauern und nicht nur die Atmosphäre und das Meer beeinflussen, sondern letztendlich auch den Meeresboden. Und das, so vermuten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wird gravierende Einflüsse auf das dortige Ökosystem haben.
Am Kontinentalfuß und Kontinentalhang sind große Mengen von Methan in Form von Gashydrat in den Sedimenten abgelagert. Diese Hydrate sind nur bei niedrigen Temperaturen stabil. Kommt es nun zu einer Erwärmung, schmelzen sie und es wird Methan in den Ozean freigesetzt, das wiederum verändert den Anteil klimarelevanter Gase in der zukünftigen Atmosphäre. Es ist sozusagen eine Rückkopplungsschleife. Erste Modelle amerikanischer Wissenschaftler zeigen, dass bei einer Erwärmung des Meeresbodens um 3°C circa 85 Prozent des gewaltigen Methanvorkommens instabil werden.
Am Meeresboden lebt eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt (Benthos), die an die vorherrschenden niedrigen Umgebungstemperaturen (-1,8°C bis +4°C) in polaren Gewässern und in der Tiefsee angepasst ist. Die Erwärmung des Meeresbodens wird demzufolge eins der größten und artenreichsten Ökosysteme mit bisher unbekannten Folgen stark beeinflussen.
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